Information der Ulmer Ärzteinitiative vom 17.04.06
Thema: Der Reaktorunfall von Tschernobyl vor 20 Jahren
Der Reaktorunfall von Tschernobyl ist bisher die folgenschwerste radioaktive Katastrophe in der Geschichte nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki.
Am 26. April 1986 wurde um 1 Uhr 23 beim planmäßigen Abfahren zur Revision im Block IV des Kernkraftwerkes Tschernobyl ein gesonderter Sicherheitstest im Kühlwassersystem durchgeführt. Dieser Sicherheitstest misslang und es kommt durch verschiedene menschliche Fehler in kürzester Zeit zu einem ungeplanten Leistungsanstieg. Eine Reaktorschnellabschaltung misslingt und der hochradioaktive Reaktorkern explodiert nur 8 Sekunden später. Ungeheuere Mengen von Kernbrennstoff werden durch einen nachfolgenden Brand in die Umgebung verteilt. Eine radioaktive Wolke zog im Anschluss daran um die ganze Welt. Mehr Information zum Unfallablauf und seinen Folgen bei >>> www.ippnw-ulm.de/text__tschernobyl.htm
Die gesundheitlichen Auswirkungen des Reaktorunfalles von Tschernobyl sind auch 20 Jahre danach immer noch katastrophal. Einen Überblick gibt die Information des OTTO HUG STRAHLENINSTITUT - MHM "20 Jahre nach Tschernobyl: Erfahrungen und Lehren aus der Reaktorkatastrophe", dokumentiert bei >>> www.ippnw-ulm.de/text__tschernobyl.htm
"Was wäre, wenn .... der Reaktorunfall von Tschernobyl bei uns in Deutschlands passiert wäre?" - Ein Video der Ulmer Ärzteinitiative vermittelt einen Grössenvergleich der verstrahlten Fäche (Cäsiumbelastung) in Belarus und der Ukraine nach der Reaktorkatastrophe von Thernobyl, übertragen auf Süddeutschland am Beispiel des AKW Gundremmingen. Das Video kann heruntergeladen werden bei >>> www.ippnw-ulm.de/text__tschernobyl.htm (Eine Weitergabe des Videos zu Informationszwecken ist von der Ulmer Ärzteinitiative freigegeben (Bedingung: Quellenangabe und Vermittlung des o.g. Begleittextes. Auf Anfrage versenden wir auch eine optisch bessere Dateiversion)
Ankündigung für zwei Veranstaltungen am 26.April 2006 in Ulm
1. Veranstaltung um 17 Uhr - "Nie wieder Tschernobyl, Atomkraft? - Nein Danke!" - Demonstration der Ulmer Umweltgruppen am 26.April 2006. Start und Ende am Stadthaus/Münsterplatz Ulm -17 Uhr Auftaktkundgebung - Abschlusskundgebung ca. 18 Uhr unter dem Motto: * Stillegung aller Atomanlagen - für eine Energiewende! * Kein Zwischenlager in Gundremmingen und anderswo! * Keine Laufzeitverängerung für unsere AKWs! * Kein Neubau von Atomkraftwerken! Siehe bei >>> www.ippnw-ulm.de/text__tschernobyl.htm
2. Veranstaltung um 20 Uhr "THE EARTH IS MY MOTHER" - Solidaritätskonzert mit Liedern und Texten zum Gedenken an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 2006 im Stadthaus Ulm, 20 Uhr "Die Erde ist meine Mutter“ – die indianische Weisheit sagt es deutlich: Es gilt, die Erde unversehrt zu bewahren, die Schönheit der Natur zu erkennen und zu schützen. .... Wir wollen an die Katastrophe mit ihren Folgen erinnern. Sie soll uns Mahnung und Verpflichtung sein, die Erde als unsere Lebensgrundlage zu bewahren. Veranstalter: Ulmer Chor "Kontrapunkt" in Zusammenarbeit mit dem Chor "d’accord" und vielen Ulmer Umweltgruppen. Mehr Info zum Konzert bei >>>> www.kontrapunkt.telebus.de
P.S. Zusatzinformation zum Landesweiten Ostermarsch von Baden-Württemberg in Ulm am 15. April 2006 Aktuelle Bilder vom Ulmer Ostermarsch und die Kundgebungsrede von Tobias Pflüger, MdEP sind ebenfalls dokumentiert unter >>>> www.ippnw-ulm.de/text_06-ostermarsch.htm oder bei www.friedensnetzwerk-ulm.de
Reinhold Thiel, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative, Regionalgruppe der IPPNW