famulieren & engagieren

Besuch aus Indien
Bericht von Jaqueline Conzelmann und Johanna Manske, Medizinstudentinnen, Universität Ulm,
Vom 21.05-28.05.2005 war Manish Pandey im Rahmen des Programms "famulieren&engagieren" der IPPNW bei uns in Ulm zu Besuch. Nachdem die Reise für ihn und einen weiteren Medizinstudenten- Rahul- aus Indien, in Berlin und dem Cuxhavener Umland begonnen hatte, wo die Beiden noch eine Woche gemeinsam betreut wurden, war Ulm für Manish die nächste Station, von der aus es dann eine Woche später nach Heidelberg weiter gehen sollte. Nach einem ersten gemütlichen Abendessen im "Allgäuer Hof", der sehr schnell zu Ende ging da Manish verständlicherweise müde war von seiner langen Anreise, folgte am Sonntag der erste Bummel durch Ulm - wie es ja kaum anders sein konnte zeigte sich Ulm von seiner klassischen Wetterseite: mit Regen.... Vor dem wir uns ins Münster flüchteten, um das Sonntagskonzert zu hören- was für Manish sehr eindruckvoll war, der, wie er uns erzählte, solche Musik noch niemals zuvor gehört hatte. Am Abend folgte die erste offizielle Begegnung mit der Ulmer Ärzteinitiative- vertreten von Reinhold Thiel, dem an dieser Stelle gedankt sein soll, für sein Interesse am Besuch, seine Anregungen und vor allem für den netten, ungezwungenen Abend. Am Montag hieß es für Manish endlich: auf ins Krankenhaus. Betreut von der Kinderärztin Dr. Bärbel Liebezeit- auch ihr soll hier ein herzlicher Dank ausgesprochen sein- erlebte er den Alltag der Kinderklinik am Michelsberg. Und hatte dort auch die Möglichkeit sich mit PJ´lern und Blockstudenten über das Studium hier und in Indien auszutauschen. Einen weiteren Eindruck des Deutschen Medizinwesens konnte Manish am Mittwoch in der Hautarztpraxis von Dr. Udo Kammentz- ein herzliches Dankeschön soll nicht vergessen sein- in Senden gewinnen. Den Ausklang für den Mittwoch bot dann ein gemütliches Grillfest mit Bewohnern und Freunden des Kolpingwohnheims, in dem Manish für seine Zeit in Ulm untergebracht war. Der Donnerstag wurde dann auch für Johanna und mich zu einem kleinen Höhepunkt und auch Manish, der sonst doch eher ein wenig verschlossen wirkte, ließ seine Vorfreude immer wieder spüren: Ein Ausflug ins schöne Allgäu zum Schloss Neuschwanstein. Mit "wandern", staunen über ländliche Idylle und Schönheit des Schlosses, dem Versuch im kalten See zu baden, einem Abendessen und vor allem auch mal mehr Zeit ins Gespräch zu kommen- sich über Eindrücke, die jeweils eigenen Kulturen und auch die Vorstellungen und Erfahrungen mit der Medizin auszutauschen, haben den Tag wohl nicht nur für uns zu einer Erinnerung gemacht, die bestimmt noch lange nachhallen wird. Der Samstag sollte dann der Abschluss werden und bei einem "Bikerider" (Radler) im Biergarten war dann auch noch mal Zeit für Gespräche, die mittlerweile an Intensität gewonnen hatten- so lag am Sonntag beim frühen Abschied zur Reise nach Heidelberg der Gedanke nahe: eigentlich ist Manish doch jetzt erst richtig angekommen und es ist schade, dass ihn sein Weg schon weiter führt!
johanna.manske@student.uni-ulm.de
jacqueline.conzelmann@student.uni-ulm.de